Willkommen im Sommerloch: Alternative Stadtslogans

Alex

31. Juli 2009

93 thoughts on “Willkommen im Sommerloch: Alternative Stadtslogans

  1. Sie sind doch Lehrer, oder? Wie würden Sie einen Deutschaufsatz Ihres Schülers benoten, der so undifferenziert und z.T. unsachlich formuliert ist wie Ihr o.a. Beitrag? Hinlänglich bewiesen ist z.B., dass nicht JEDER lacht, der ihn hört. Mein Sohn, 17, findet übrigens auch an „Würzburg barockt“ nichts schmerzhaftes. „Doof, -Käse, Schuss ins Klo …“ ist das die passende Ausdrucksweise für einen Lehrer? Gerne diskutiere ich mit Ihnen auf der sachlichen Ebene über Marketing und Werbung. Noch lieber würde ich mich mit Ihnen über Stil und Vorbildfunktion eines Lehrers, bzw. die Bildungsmisere in unserem Land auseinandersetzen. Vielleicht gibt es da ja einen Zusammenhang?

    1. Herr Schneider, ich bin zwar Lehrer, aber ich schreibe meinen Blog nicht als Lehrer, deshalb muss ich hier auch nicht auf meine Vorbildfunktion achten, sondern tue hier – bewusst polemisch – einfach nur meine Meinung kund. Ich habe mir auch keine Mühe gegeben, in irgendeiner Weise sachlich oder differenziert zu argumentieren, weil ich das bezüglich Ihres Slogans schon an anderer Stelle getan habe, z.B. hier. Von meiner Warte aus kann ich guten Gewissens von „jeder“ sprechen, weil ich bisher wirklich niemanden in meinem persönlichen Umfeld getroffen habe, der nicht die Nase hochzieht, wenn er hört, dass damit Leute angelockt werden sollen. Und da das meist keine gebürtigen Würzburger sind, können die doch recht gut urteilen, ob sie sich angesprochen fühlen würden oder nicht. Dass in Ihrem Umfeld mehr Leute den Slogan toll finden, verstehe ich.

      Meine Ausdrucksweise mag polemisch sein, nicht sonderlich sachlich, aber ich habe mich gestern tatsächlich geärgert, weil mich der Slogan wirklich nervt. Von Ihnen wurde wochenlang erklärt, dass der Slogan eigentlich doch ganz gut ist, dass man diesen nur richtig verstehen müsse. Das kann doch nicht die Grundlage eines Vermarktungskonzepts sein, wenn man schon den Würzburgern erklären muss, was so toll daran ist. Die kennen schließlich ihre Stadt, fühlen sich davon aber nicht repräsentiert. „Provinz“ ist ein negativ behafteter Ausdruck, nicht jeder lebt gerne in der Provinz, mit „Weltniveau“ wird dann in einer Weise dick aufgetragen, die Würzburg auch nicht gerecht wird.

      Mich spricht das nicht an und das habe ich deutlich zum Ausdruck gebracht.

      Vielleicht ergibt sich mal eine Gelegenheit, das persönlich zu diskutieren. Dann können wir auch über die Bildungsmisere sprechen.

      P.S.: Ich habe an den Schuss vor den Bug gedacht, gleichzeitig aber auch an den Griff ins Klo. Von daher muss ich mich korrigieren.

  2. Ich komme nicht aus Würzburg und kenne es nicht sonderlich, aber der umstrittene Slogan hat mein Interesse an Würzburg geweckt. Also kann der Slogan erstmal gar nicht so schlecht sein. Denke ich an Weltniveau und Stadt, denke ich schnell auch an eine Großstadt, an Stress, an Hektik und Rastlosigkeit aber auch an Kultur, an pulsierendes Leben, Zukunft und Bedeutsames. Nehme ich Provinz hinzu, dann ergibt sich ein für mich persönliches Bild einer Stadt, die genau das hat, was ich eigentlich Suche. Also ich muss demnächst mal eine Reise nach Würzburg einplanen.

    1. Hallo Frau Kriede,
      und genau das ist das Problem. Der Begriff „Provinz“ passt wunderbar zu Würzburg. Ob man das in einem Slogan haben will ist ein anderes Thema. Was mich am Slogan hauptsächlich stört ist der Begriff „Weltniveau“ – denn wie sie schrieben verbinden Sie eben damit gewisse Eigenschaften. Die hat Würzburg aber nicht – höchstens Stress, Hektik und Ratlosigkeit. Das ist das eigentlich traurige, dass sozusagen der Slogan dann fast zu gut passt.

      1. Wobei ich ergänzen muss: Es gibt natürlich Kultur – und auch wirklich schöne Dinge und Ecken hier in Würzburg. Aber mit Weltniveau setzt man da Erwartungen, denen die Stadt nicht gerecht wird. Nicht ansatzweise.

        Der Slogan selbst ist eigentlich recht clever, keine Frage. Aber für Würzburg ist das nichts – hier fehlt es an einigem im Laden – daher sollte man das Schaufenster nicht zuuu sehr dekorieren, sondern das reinstellen, was man auch zu veräußern hat.

      2. Würzburg muss sein Licht nicht unter den Scheffel stellen, aber zu dick auftragen sollte man eben auch nicht. Dass hinter allem viel Arbeit und Überlegung steckt, bestreitet ja niemand, aber sich an wenigen Lobrednern, die meist aus dem Umfeld der Würzburg AG kommen, festzuklammern, hilft einfach nicht weiter, wenn die Mehrheit die ganze Aktion eher belächelt.

  3. Ich würde mich schämen auf derart niederem Niveau, sozusagen Provinzniveau, jetzt die Person „Al Gore“ anzugreifen, der die Meinung (sehr) vieler Menschen vertritt. Und wenn er Pfarrer wäre – der Slogan ist peinlich! Ich bin übrigens Bankkaufmann aber auch als Bauarbeiter würde ich die Damen und Herren im Stadtrat um die nötige Vernuft bitten, die Stadt nicht lächerlich zu machen. Und auch ein Bäcker würde sich wundern, das plötzlich eine Frau Kriede so herrlich verkäuferisch argumentiert und natürlich wegen des Slogans nach Würzburg fahren möchte. Hand auf´s Herz, bieten Sie bei ebay auch auf eigene Artikel?

  4. Ich bin, zwar nicht gebürtig, aber dennoch seit 1996 zugereister Würzburger. Ich mag den Slogan auch nicht, kann aber durchaus verstehen, was man sich dabei gedacht hat. Nur den Beweis für das „angebliche“ Weltniveau müsste Würzburg noch erbringen.
    Wenn man mit Weltniveau die Residenz und das Mozartfest meint, ist das in Ordnung. Aber ist das alles? Wo bleibt die Wirtschaft auf Weltniveau, wo die Politik und wo das Marketing? Die Erfahrungen, die ich in den vergangenen Jahren mit dem CTW machen musste sind teilweise hahnebüchend. Da werden Wirtschaftstage veranstaltet (2008) zu denen kein Mensch kommt, weil sie so gut wie nicht beworben wurden. Da bekommen Firmen Briefe des CTW unter einem Firmennamen, der seit 2007 so schon nicht mehr existiert und das, obwohl man Büroräume in einem Gebäude des CTW angemietet hat. Da werden großspurige Reden von Leuten wie Herrn K. W. bzgl. Wirtschaftsförderung geschwungen um in der Presse zu stehen, aber hinter den Kulissen passiert nichts. Tolles Weltniveau.
    Und jeden Tag an dem ich nach der Arbeit über die B8 von Kitzingen kommend wieder nach Würzburg herein fahre frage ich mich, wann endlich diese hässliche Hotelturmruine gesprengt wird! Es gibt noch so viele andere Dinge die man hier nennen könnte (Bahnhof, Arcaden, Innenstadtgestaltung (s.Oliver) etc.) aber das würde meine Zeit heute nicht gestatten.
    Wer mit Weltniveau werben möchte sollte erst einmal etwas dafür tun – sonst ist das nichts als heiße Luft und Geldverschwendung!

  5. @Dom: Ich wundere, bzw. ärgere mich über die Form und den Stil einer anonymen Person, die im Real-Life für die Bildung von Kindern verantwortlich ist. Gleiches gilt für Ihre Unterstellung, die Sie in Ihrem Kommentar suggerieren.

      1. Ups, habe den Adressaten verwechselt. Demnach ist meine Aussage leider falsch. Bitte löschen.

      2. So, jetzt bin ich ganz verwirrt, aber du hast Recht, er schreibt zwar als Reaktion auf Dom, meint mit der anonymen Person aber Al. Also, hatte ich wie du sagst doch Recht 🙂
        Herr Schneider: Bitte einen Blick ins Impressum werfen!

    1. Herr Schneider,
      ich finde es enorm unter der Gürtellinie ein privates Weblog in Verbindung mit dem Beruf des Schreibers zu bringen. Ist das dieses ominöse Weltniveau von dem Sie sprechen?

    1. Wieso nicht auch gleich noch seine Bankverbindung, die PIN-Nummern seiner EC-Karten, seine Kreditkartennummern, seine Sozialversicherungsnummer, die Namen und Adressen seiner Eltern und Freunde und zu Guter letzt auch noch um wieviel Uhr er gestern abend ins Bett ist.
      Jetzt reichts aber! Erstens geht sie das einen feuchten Kehricht an und zweitens tut dies ja überhaupt nichts zur Sache!
      Wer aber diesen Blog seit längerem mitliest, weiß genau die Informationen, die Sie hier verlangen.
      Im Übrigen, wer sind SIE eigentlich???

  6. @ D. Schneider: Ad hominem zu argumentieren, ist nur anstrengend und führt an der Sache vorbei. Bleiben wir doch bitte etwas auf „Weltniveau“.
    Als ich den Slogan zum ersten Mal hörte, musste ich schmunzeln – Selbstironie ist mir sympathisch. Als ich aber dann erfahren habe, dass das die Zeile sein soll, mit der sich Würzburg in Zukunft präsentieren oder gar schmücken möchte, wurde mir doch ganz anders. Sorge bereitet mir vor allem, dass der Slogan nicht selbsterklärend ist, sondern immer von Auslegungen und Interpretationen flankiert wird, dort wo er auftaucht. Das macht die Sache kompliziert – und nicht besser. Oder ist noch eine Fußnote vorgesehen?

  7. Brauchen wir überhaupt einen Slogan? Lieber gar keinen als diesen Murks. Bekommt man dafür eigentlich Geld? Ich hoffe, der Stadtrat entscheidet vernünftig und das Thema ist bald abgehakt. So ein Theater. Und, lieber Herr Schneider, Ihre Kommentare sinken langsam auch auf Dorfniveau, trotzdem scheinen Sie die Seite gerne zu besuchen.

  8. Lieber Herr Schneider, ein unbrauchbares Produkt wird nicht besser, nur weil er aggressiv vermarktet wird. Auch ich kenne – wirklich – niemanden, der diesen Slogan gut findet. Zum Glück kennt den Slogan kaum jemand außerhalb des Landkreises. In diesem Zusammenhang verliert Frau Kriedes Kommentar leider sehr an Glaubwürdigkeit.

    Den Verfasser des Artikels persönlich anzugreifen und dabei gleich Ihre Vorurteile gegen einen ganzen Berufsstand zu offenbaren, macht den Slogan auch nicht besser, sondern zeigt nur, dass Ihnen offenbar die Argumente ausgehen.

    Dass Sie sich bei der Kritik an Frau Kriede angesprochen fühlen ist übrigens sehr aufschlussreich.

    Ich schließe mich dem Autor des Artikels an und appelliere an den Stadtrat, den Slogan noch zu verhindern! Als in Würzburg wohnender Pendler müsste ich mich sonst jedes Mal schämen, wenn auf meinem Weg in die bzw. aus der Stadt diesen Blödsinn lesen müsste.

  9. an fast alle: Aus der Diskussion über den Slogan halte ich mich hier raus. Ich möchte nur BERNIE antworten, dass er mein ausführliches Profil auf XING findet. Und die Frage an ihn stellen wer er ist (der Datenschutzbeauftragte von Herrn S.?).

    1. Leider nicht, denn sonst hätte ich ein zusätzliches Einkommen. Die Frage ist trotzdem, was es Sie angeht wo und was Algore lehrt. Das hat mit der Sache hier nichts, aber auch garnichts zu tun.
      Und um ehrlich zu sein, wer Sie sind interessiert mich nicht die Bohne.

  10. @Bernie: Wenn Sie meinem Kommentarstrang folgen, und das haben Sie ja offensichtlich, dann müssten Sie verstehen, dass die Frage wo und was Algore, alias S., lehrt sehr wohl etwas damit zu tun hat.
    „… Im Übrigen, wer sind SIE eigentlich???…“ Wenn Sie es nicht interessiert wer ich bin, warum fragen Sie dann?

    1. Er unterrichtet Deutsch und Religion. Ist bei seinen Schülern und Kollegen sehr beliebt. Bei mir wegen seiner sozialen Kompetenz und Ehrlichkeit.

      Und Sie Herr Schneider? Mag man Sie wegen Ihrer souveränen Art mit Kritik umzugehen oder wegen Ihrer grandiosen Arbeit über die sich niemand so richtig freuen mag?

  11. da ich kein Lehrer bin werde ich mich mal polemisch über (Stadt-)Marketing äussern:
    Wenn man ein Produkt hat, dass eigentlich niemand wollte und will, braucht man Marketing „Experten“ die das dann an den Stadtrat / oder sonstwen (gerne auch das alter ego oder für nicht Lateiner Tina Kreide) bringen.
    Um es mit einem Zitat zu umschreiben:
    „So unnütz wie ein xxxxxloch am Ellenbongen“. Und Herr Schneider, falls sie jetzt wieder an Bildungsmisere denken, ich hatte an Knopfloch gedacht, und Sie?

  12. @Hank: Diese Frage stellt sich selbstverständlich nicht. Die Frage nach Stil, Ausdruck und Vorbildfunktion in der Öffentlichkeit eines Lehrers gerade im Umgang in und mit dem Internet ist nach meiner Einschätzung nicht nur erlaubt sondern notwendig.
    @Antonius: Ich habe keine Vorurteile gegen den Berufsstand. Ganz im Gegenteil, ich halte ihn für einen der wichtigsten, den wir in unserer Gesellschaft haben. Umsomehr ist die Diskussion erlaubt, in welcher Form sich einige wenige Vertreter in der Öffentlichkeit äußern. Würden Sie wollen, dass der Deutschlehrer Ihres Kindes in dem Stil wie Herr S. mit den Schülern und Ihnen kommuniziert? Ich nicht und das bringe ich hier zum Ausdruck.

    1. In einen haben sie jedoch Recht: Nicht JEDER lacht; manch einer weint, ein anderer schämt sich, da gibt es in der Tat sehr differenzierte Meinungen. Dass ihr Sohn mit immerhin 17 noch keine eigene Meinung hat macht nur deutlich, dass das Wahlrecht ab 18 in Ordnung geht..ps die Texte auf den Postern finde ich ja in Ordnung, aber der Slogan ist einfach Ideenlos..lassen Sie den doch einfach weg, dann funktioniert das sicher auch! Schauen sie mal bei Wenger&Wirz, JvM, etc. die können ab und zu auch ohne Slogähn.

  13. @Uhrobloge: Wer sagt, dass mein Sohn keine eigene Meinung hat? Ich habe ihn gefragt, was er von Ihrem Kommentar hält. Seine Meinung: „Unsachlich, polemisch und nicht der Rede wert!“ An seine Meinung schließe ich mich an.

    1. zwei Knopflöcher, ein Gedanke…schön dass wenigstens Sie und der werte Sohn so sachlich auf meinen Vorschlag und die konstruktive Kritik eingegangen sind..

  14. @ Dieter Schneider: Wollen sie Herrn S. beruflich Steine in den Weg legen, wenn sie Beschwerde bei seinem Direktor einlegen, da sie auf argumentativer Ebene nicht weiter kommen?

  15. Hat der Schneider eigentlich einen an der Marmel?
    Wie ein kleines Kind…
    Tut mir Leid, aber erst hier große Sprüche auf Weltniveau raushauen und jetzt nicht mal mit Kritik umgehen können.
    Ich kenne niemanden, aber wirklich niemanden, der diesen Spruch gut findet oder auch nur ansatzweise nachvollziehen kann. Und damit müssen Sie nunmal endlich klar kommen! Die Idee dahinter kann ich ja noch verstehen, aber der Spruch passt vll zu s.Oliver, nur keinesfalls zu Würzburg. Denn s.Oliver befindet sich mit ihrem Hauptsitz in der Provinz und dennoch insgesamt mit dem Unternehmen auf Weltniveau. Würzburg keineswegs. Aber man kanns ja mal raushängen lassen, und schaun ob jemand drauf anspringt oder wie?! Ich kenne Sie nicht Herr Schneider, aber vll lernen wir uns ja mal kennen, würde mich sehr freuen. Nur was ich jetzt schon sagen möchte:
    Ihr Spruch erinnert mich von der Überzeugungskraft an einen aufgedackelten Mann Mitte 50, der mit seinem Porsche-Cabrio durch die Stadt fährt und bei lauter Musik und mit Sonnenbrille (sprich Prolet oder im Vergleich Provinz) versucht wie in Miami am Strand (Vergleiche Weltniveau) junge Frauen aufzureißen. Das klappt, genau wie ihr Spruch, bei max. 1 Prozent der Zielgruppe.
    Und ist es das, was Würzburg braucht???

  16. @Marcus: Nein, das ist nicht meine Absicht. Ich will nur mit Herrn S. das Thema „Vorbildfunktion des Lehrer in der Öffentlichkeit“ diskutieren. Ich bin nun auf einen Vortrag von Fr. Prof. Hascher zum Thema gestoßen. Darin lernt man warum das vorbildliche Verhalten des Lehrenden bzw. Erziehenden, auch außerhalb der Schule so wichtig ist (Rogers 1972; Tausch 1974). Da ein Weblog öffentlich ist, müsste man auch dort Vorbild sein. Und die Frage ist, ob das was hier passiert für Schülerinnen und Schüler ein gutes Vor-Bild abgibt. Ich meine nein!

  17. Herr Schneider, ich will aber mit Ihnen nicht über dieses Thema diskutieren, zumindest nicht hier in meinem Blog und schon gar nicht in diesem Beitrag. Abgesehen davon, dass Sie damit das Thema verfehlen, was ich als Deutschlehrer mit „ungenügend“ bewerten müsste, müssen Sie sich keine Sorgen machen, dass ich hier meiner Vorbildfunktion nicht gerecht werden könnte, da ich hier nicht als Herr S. schreibe, sondern als algore bzw. Alex. Aus diesem Grund habe ich auch alle Namensnennungen gelöscht.

    Polemik finden Sie übrigens recht häufig in diesem Blog, ich weiß gar nicht, wo Ihr Problem ist. Im G8-Lehrplan sind übrigens auch freiere Formen des Argumentierens vorgesehen, in denen Polemik durchaus auch als Stilmittel verwendet werden kann.

  18. @Herr S. alias algore: Verstehe ich Sie richtig: Sie geben sich hier eine andere Identität (obwohl das Impressum sie entlarvt), um sich Ihrer Vorbildfunktion zu entledigen? Sehe ich das richtig, dass Sie in den Kommentaren Ihren Namen getilgt haben? Wo sind wir hier, bei Margot und Erich Honnecker?

    1. Herr S., was Sie hier veranstalten ist doch wirklich albern. Dass der Verfasser sich ein Pseudonym zulegt, unter dem er seine Artikel schreibt, ist bei der gewählten Form der Veröffentlichung im Internet üblich und legitim. Dass er seinen Namen im Impressum angibt ist gesetzlich vorgeschrieben. Und da er für den Blog haftet steht ihm die Bearbeitung der Kommentare völlig frei, so wie es Ihnen (und mir) frei steht, sich hier nicht zu äußern. Da wir es aber tun, müssen wir uns eben mit den Regeln abfinden, die der Verantwortliche aufstellt. Wo bei alledem ein Problem bestehen sollte, können sich wohl nur Sie selbst schlüssig erklären.

      In Wahrheit steckt doch hinter all Ihren Kommentaren nur eine Absicht, und zwar davon abzulenken, dass Sie keine Argumente dagegen haben, dass der Slogan absolut blödsinnig und nutzlos ist. Ich verstehe ja, dass Sie das nicht öffentlich zugeben können. Aber manchmal ist es halt besser, nichts zu sagen, als etwas Dummes.

    1. Haben Sie eigentlich sonntags nichts Sinnvolleres zu tun oder sieht so Ihre Feriengestaltung aus? Vom ursprünglichen Thema sind wir inzwischen meilenweit entfernt, finden Sie nicht?

  19. Ich finde, man sollte sich endlich mal gemeinsam an einen Tisch setzen, vorzugsweise einen großen Tisch, damit Beine und Hände der Personen in keinerlei Kontakt treten können. Oder nehmen wir lieber einen sehr großen, so dass man auch nicht bis zum Gegenüber spucken kann 😉 und dann gehts rund. Ich wär sofort dabei… 😀

    1. Wobei es mit dem Herrn Schneider wirklich sinnlos scheint, zu reden. Der hat die Weißheit ja eh mit den Löffeln gefressen.
      @Herr Schneider: Wieso sagen Sie eigentlich nichts zu meinem Beitrag? Zu primitiv?

  20. Jetzt wird’s aber langsam unmöglich.

    Diskutieren hier noch zwei erwachsene Menschen oder sind wir im Kindergarten?

    Klare Themaverfehlung bei Herrn Schneider, klare Dünnhäutigkeit bei Al – beides überflüssig.

    1. Muss ich zustimmen. Wobei ich Al verstehen kann, weil Herr Schneider hier eben wirklich eine klare Themaverfehlung fährt und teilweise sehr persönliche Aussagen trifft, die so nicht zutreffen.

  21. @schreibmaschine: Nee anders: Nicht ein Kindergärtner, sondern ein Lehrer zensiert seine Identität statt zu diskutieren, weil ihm das nach eigenen Worten „zu blöd“ ist. Letzteres ist seine Sache aber Namen tilgen im Nachhinein ist schon grass und schlechtes Vorbild (und das ist mein Thema).

    1. Richtig, das ist IHR THEMA!!!
      Ich schlage Ihnen, sehr geehrter Herr Schneider, jetzt mal etwas vor:
      Herr S. bzw. Al Gore, wie er hier genannt werden möchte betreibt hier einen privaten Weblog, in dem er über Ihren, meiner Meinung nach, bescheidenen Spruch diskutiert und hierzu seine Meinung kundgibt. Sie sprechen über schlechte Bildung und die Vorbildfunktion der Lehrer oder des Lehrers, was hier nichts zur Sache tut. Wie ich sehe, betreiben Sie mit Ihrer Agentur jedoch einen eigenen Weblog. Dann setzen Sie sich doch mal hin und diskutieren Ihr Thema dort. Glaube zwar nicht, dass es dort irgendwen interessiert, aber einen Versuch ist es wert. Hier stören Sie nur! Und das sollten Sie merken…

  22. Ich als geborene Wuerzburgerin muss sagen: der Slogan ist weder besonders elegant, noch sonderlich ansprechend fuer meine Heimatstadt. Die Reduzierung auf Provinz finde ich armselig – ja Wuerzburg ist keine Weltstadt, aber Provinz ist sie meiner Meinung nach auch nicht. Der Ausdruck ‚Weltniveau‘ ist mindestens genauso negativ aufzufassen. Gesamt laesst der Slogan den Eindruck zu, dass Wuerzburg 1) baeuerliche Kleinprovinz ist und 2) bisher nie durch besonders hohes, ja globales Niveau aufgefallen ist. Immer wieder wurde betont, man muesse diesen Slogan im entsprechenden Zusammenhang verstehen. Ich arbeite selbst seit vielen Jahren in der Medienbranche und kann Ihnen sagen: ein Slogan, der kontextiell erklaert werden muss, ist kein werbe- und medienwirksamer Slogan.

    Zu den Vorwuerfen, dass Algore – Lehrer oder nicht – duerftig argumentiere, unsachlich und polemisch sei, sei nur soviel gesagt: dies hier ist ein Blog. Ein Blog hat ein anderes mediales Niveau als eine Tageszeitung. Wenn Algores Art als polemisch, laecherlich oder unsachlich beschrieben wird, empfehle ich Ihnen einmal Giselas Welt oder andere Glossen zu lesen. Die stehen sich hier in nichts nach.

    Mit freundlichen Gruessen aus Grossbritannien.

    1. Jeder von uns besitzt die Möglichkeit Privates und Beruf zu trennen. Auch in einem pädagogischen Beruf. Und das ist meist auch sehr sinnvoll. Nur haben Sie keinerlei Recht Herrn S. als schlechten Lehrer bzw. ich muss es so sagen schlechtes Vorbild darzustellen.
      Aber ich finde, dass Sie beide sich mittlerweile zu sehr in das Thema reingesteigert haben. Entweder es findet wirklich mal ein persönliches Gespräch statt, oder man sollte sich einfach aus dem Weg gehen. Sowohl real als auch virtuell.
      Ich muss sagen, ich ärgere mich selbst sehr, weil mir der Spruch für meine Heimatstadt echt nicht passt. Aber wenn es danach ginge, würde ich in meiner Freizeit auch Hoteltürme sprengen und Augustiner-„Hoch“häuser einreißen.

  23. Ich kann und darf mir nicht anmaßen darüber zu urteilen, ob Herr S. ein guter oder schlechter Lehrer ist. Da Herr S. Gymnasiallehrer für Deutsch und katholische Religion ist kritisiere ich Form und Ausdruck seines Beitrages und seine Zensur-Aktion. Da ich der Meinung bin, dass ein Lehrer auch außerhalb des Unterrichts eine Vorbildfunktion erfüllen muss, habe ich hier dazu Stellung genommen. Nicht zuletzt weil in seinem Beitrag mein Name fällt und ich mittelbar angesprochen war. Das ist nach meinem Ermessen legitim. Sollte ich in der Diskussion unsachlich und verletzend formuliert haben, bitte ich die Betroffenen um Entschuldigung. Damit verlasse ich den Weblog. Adé

    1. Und noch eine kleine Anmerkung meinerseits: Unserem liebgewonnenen Herrn D. S. ist es dann doch nach fast 24 Stunden gelungen sich seine, in meinen Augen eh bescheuerten Fragen nach den Unterrichtsfächern, selbst zu beantworten. BRAVO! Aus Ihnen wird noch einmal ein ganz Großer! Aber jetzt ist mir auch klar, warum es so lange dauert, bis auch Sie merken, dass der Slogan nichts weiter als heiße Luft ist.

  24. Fazit :
    Lehrer dürfen keine eigene Meinung haben. Zumindest dann nicht, wenn es die Person des Herrn Schneider betrifft. 😉

  25. Aua.

    Paradebeispiel dafür, wie man NICHT mit Menschen / Meinungen im Netz (bzw. im realen Leben, ist ja letztendlich das Gleiche) umgehen darf.

    Ich finde es schade, denn für mein im Tourismus aktiven Unternehmen ist es wichtig, wie Mainfranken und auch Würzburg überregional gesehen werden. Meine Meinung zu diesem unsäglichen Versuch eines Slogans habe ich woanders schon kundgetan. Ich war voller Hoffnung, als es hieß, man läßt das Thema crowdsourcen und geht wieder ins Brainstorming. Armutszeugnis.

    Aber, egal. Diese „Diskussion“ dürfte die Leidigkeit des Themas nur unterstützen. Den Verfasser des Ursprungsartikels in dieser Form persönlich anzugreifen ist niveaulos (womit wir wieder beim Thema wären). Ich weiß, ich sage jetzt nichts, was nicht andere Kommentatoren nicht schon gesagt hätten. Aber ich denke es schadet nicht, solidarisch zu sein.

    Vermutlich ist der Zug für eine sachliche Diskussion (und vor allem Ideenfindung) abgefahren. Schade. Denn: geht es nicht letztendlich um die Sache?

  26. Erstmal zum eigentlichen Thema: Also ich hätte nicht gedacht, dass dieser “Minderwertigkeits-dann-doch-noch -Überheblichkeits-Slogan” wirklich einmal für meine beschauliche Universitätsstadt Würzburg werben darf.

    Leider gab es nur wenig wirklich kluge Köpfe, wie z.B. den Herrn Frank-Markus Barwasser, der noch mehr Fragwürdiges in diesem Slogan erkannte. Sich selbst als Provinz zu bezeichnen war ihm nur ein (BE)Lächeln wert. Er fragte sich zudem(!), was eigentlich der Begriff “Weltniveau” bedeuted!

    Die Verantwortlichen der Abstimmung haben anscheinend nicht erkannt, dass der Slogan immer seine jeweils kompletten Bilder und Texte braucht, um sich selbst zu erklären. Aber ein Slogan der sich nicht selbst erklärt, verfehlt sein Ziel schon am Start!

    Und als geborener Würzburger – der Herrn Dieter Schneider aus beruflicher Sicht etwas kennt – war sein Verhalten hier nicht überraschend! Er hatte vor einigen Monaten das einmalige(!) Vergnügen in meinem Büro als Gast sein zu dürfen.

    Stefan Wollin

  27. Auch ich kenne NIEMANDEN, der diesen Spruch gut findet. Ich selbst kann auch nur darüber lächeln und denke mir, das passt zu vielen anderen absolut beknackten Würzburger Aktionen. Manchmal schämt man sich doch ernorm für die eigene, eigetnlich doch sehr schnuckelige und schöne Heimatstadt. Mit Eigentoren dieser Art kommt man halt nicht mal ansatzweise nur in die Nähe des ersuchten Weltniveaus.

    Ich weiss ja nicht ob nur die Gegner des Slogans den Weg hierher finden, aber rein statistisch ist das Eis doch schon im Vorfeld ziemlich Dünn, wa?

    Zur Diskussion und den persönlichen Angriffen von Herrn Schneider fällt mir echt nichts ein. Es ist immer das gleiche: Wenn jemand merkt, dass er evtl. doch nicht im Recht ist, sucht er einfach einen anderen Punkt, um vom Thema abzulenken. Das ist echt schwach und peinlich.

    Wenn die Qualität eines Lehrers an derartigen Dingen fest gemacht wird, dann gute nacht Deutschland! Unfassbar! Das mit der Vorbildfunktion ist zwar kein einfaches Thema, aber dennoch frage ich mich hier, wo Al hier ein schlechtes Vorbild gewesen sein soll? Einfach lächerlich!

    Aber vielleicht sollten wir den Dingen einfach ihren Lauf lassen… Sollen die doch mit dem Slogan auf die Fr… äh auf den Mund fallen. Ist die Frage, ob die Egos der Verantwortlichen dann nicht noch mehr gekränkt werden, als durch das bloße Abschmettern des Spruchs im Vorfeld. Lasst sie doch ins eigene Messer rennen. Schlechte PR ist auch PR! Das Image muss im Nachhinein dann halt wieder mühsam aufpoliert werden.

  28. Ja, es fehlen einem die Worte…Mit Verlaub, Herr Schneider: Mit persönlichen Angriffen, Unterstellungen und dergleichen hat sich nur selten ein „Blumentopf gewinnen lassen“..ich kann nur müde lächeln – damit haben Sie sich selbst ehr keinen Gefallen getan.
    Im Übrigen gebe ich der Mehrheit meiner Vorposter (und im Speziellen dem Verfasser dieses Blogs) Recht: Der Slogan „Würzburg – Provinz auf Weltniveau“ ist und bleibt peinlich und unbrauchbar.

  29. Hi
    es ist nicht zu fassen was hier passiert…
    habe mich bisher köstlich amüsiert – weiter so
    und für eine Schildbürgerstadt ist der Slogan doch
    ausreichend oder!?

    Hummel

  30. Grundgütiger, was ist denn hier los?

    @schneider:
    Wenn Algore einen Kommentar ändert, so ist das keine Zensur.
    Dies hier ist ein privater Blog.
    Darauf hat Al jedes Recht in jeder Art und Weise über jedes Thema zu reden und sonstige Dinge anzustellen, ohne Andere zu beleidigen.
    Kein Wirt kann gezwungen werden, für bestimmte politische Parteien Veranstaltungen auszutragen.
    Oder wäre das auch schon Zensur.
    Und wenn ich bei ihenen den Spruch designen will, der aussagt, dass ihre Werbeagentur doof ist.
    Würden sie das auch machen?
    Oder ist das dann keine Zensur.

    Was nun seinen Berufsstand als Lehrer angeht.
    Er blogt nicht als Lehrer, sondern als Netzuser, Fahrradfahrer und eben ab und an auch als pädagogische Einheit.
    Und aus Datenschutzsicht ist er nicht verpflichtet hier Auskunft über seinen Beruf zu geben.

  31. Der Slogan ist und bleibt absolut kontraproduktiv. Ich komme zwar aus Würzburg, habe aber beruflich und privat deutschlandweite Kontakte. Alle, wirklich ausnahmslos alle, finden den Slogan verheerend. Vielleicht taugt er ja wirklich mal für eine begrenzte Kampagne – aber sicher nicht als dauerhafter Stadtslogan. Und in welcher Art Herr Schneider algore angeht, spricht für sich – und für mein empfinden damit ganz deutlich gegen Herrn Schneider. Ich verstehe wirklich nicht, warum der Slogan auf Biegen und Brechen etabliert werden soll. Es passiert doch jedem Kreativen mal, das etwas, das er ganz toll findet, beim Kunden nicht ankommt. Dann muss man halt was Neues finden, ist doch kein Drama. Dass Herr Schneider hier noch seinen Sohn mit anführt, ist wirklich hilflos. Mittlerweile hat er sich so hineinmanövriert, dass ich mich wirklich frage, wie er da wieder rauskommen will. Außerdem würde mich interessieren, wer die 50 Entscheider waren und nach welchen Kriterien sie ausgesucht wurden.

  32. Würzburg barockt
    Den finde ich ja noch ganz lustig. Damit könnte man sich indentifizieren. Es verbindet Jung&Alt, Antik & Moderne, und ich persönlich denke sofort an das Mozartfest, Africa Festival und U&D

  33. Haha – die Diskussion hier zu lesen ist ja wirklich köstlichst. Mal davon abgesehen, dass der Spruch wirklich ziemlich bescheuert ist (sage ich als aussenstehender) – ist die Reaktion von Herrn Schneider hier mit der eines kleinen Kindes dem man gerade sein Spielzeug weggenommen hat zu vergleichen. Dazu dann noch algores Lehrerdasein mit ins Spiel bringen. Auch wenn Lehrer nicht demonstrieren dürfen – dürfen sie doch sehr wohl ihre eigene Meinung haben und für nichts anderes ist dieser Blog. Hier die Vorbildfunktion anzuprangern ist erstens unseriös und zweitens ziemlich lachhaft. Aber gut, Sie haben wohl das geschafft was sie wollten – die Diskussion glitt ins Persönliche ab und es wurde nicht weiter über den unsäglichen Slogan diskutiert. Glückwunsch.

  34. Dieter Schneider kommt mir wie ein beleidigtes Kind vor, dem sein Spielzeug weggenommen wurde und das deshalb unbedingt petzen möchte.

    So gut wie jeder, mit dem ich bisher über diesen Slogan gesprochen habe, fand ihn sch.. äh nicht so besonders gut, die meisten fanden ihn eher lächerlich und unpassend.

    Dass man sich eine Expertenrunde einlädt, die man wahrscheinlich so lange bearbeitet hat, bis jeder der „Experten“ dem Slogan doch etwas abegewinnen konnte, zeugt nach der monatelangen kontroversen Diskussion nicht gerade von der Fähigkeit zur Selbstkritik. Der Slogan ist längst durchgefallen, da helfen solche Aktionen bestimmt nichts, Herr Schneider versucht hier nur, seine Felle (und damit wohl einen Haufen Geld) zu retten.

    Auch dass man Alex(der im übrigen niveauvoll UND sachlich schreibt) hier wegen seines Berufs angeht, ist unter der Gürtellinie und einer sachlichen Diskussion nicht dienlich.

    Herr Schneider, allein damit haben Sie sich disqualifiziert, ich hoffe, dass der Stadtrat die ganze Sache nicht einfach so durchwinkt.

    „Würzburg – überraschend anders“ müsste man mir erst erklären, ich weiß nicht, was hier so überraschend sein sollte, „WürZ.B.urg“ kapiere ich überhaupt nicht und dass Dirk Nowitzki zufällig aus Würzburg kommt ist zwar nett, aber doch nicht prägend für die Stadt.

    Mir hätte „Wein, Wissen, Weltkultur“ gut gefallen, aber da dieser Spruch nicht von Herrn Schneider stammt, konnte er wohl auch nicht gewählt werden.

    1. Naja, ob Alexander „sachlich“ schreibt… ich weiß ja nicht 😉 So gern ich ihn mag, sachlich ist das nicht. Muss es aber ja auch nicht sein, da er eben gerne Polemik als Stilmittel nutzt, in seinem Blog.

  35. Hallo Herr Schneider, wie man sieht, verewigen Sie sich jetzt in den anderen Diskussionsforen und schauen hier nur noch – und da bin ich mir sicher – regelmäßig als Beobachter vorbei (Sie würden ja auch was verpassen). Ziehen Sie am besten den ganzen Ordner mit dem Slogan in den Papierkorb und wir können aufatmen statt uns zu schämen; eine Email ins Rathaus reicht bestimmt.

  36. Herr Schneider, (negative) Kritik ist nur selten schön und gut für’s Ego. Es kommt stark darauf an, was man hinterher daraus macht. Ich finde, Sie haben keinen sehr glücklichen Weg gewählt, mit der (zugegebendermaßen) „geballten“ Negativ-Kritik umzugehen. Alex hier mit dem Ehepaar Honecker zu vergleichen bzw. mit deren Methoden, ist in meinen Augen schon fast fatal und ganz gewiss sehr unter der Gürtellinie. Haben Sie das wirklich nötig?
    Wie ich an anderer Stelle schon geschrieben habe, finde ich den Slogan gelinde gesagt auch unmöglich. Dahingehend werden die „Gegner“ und Sie sicher keinen gemeinsamen Nenner (mehr) erreichen. Was wir allerdings noch erreichen können, ist eine einigermaßen SACHLICHE Diskussion. Dazu braucht es aber auch IHR Zutun…Denken Sie mal in Ruhe darüber nach.

    P.S. und „krass“ im Sinne von „heftig“ etc. schreibt man nach wie vor mit „k“ und nicht mit fränkischem „g“ ;-))

  37. bisher habe ich mich online nur in Sachen „Hotel-Bewertungen“ für die Meinung anderer interessiert. Doch seit Veröffentlichung dieses unsinnigen Slogans „PaW“, konnte ich gerade im Internet beruhigend feststellen, dass eine unbestreitbare Mehrheit gegen diesen Slogan ist.

    Auch ich als Kreativer, bin mir natürlich bewusst, dass gerade wir Medien-Berater dazu neigen, selbst etwas beratungsresistent und nicht besonders kritikfähig zu sein.
    Doch in was sich Herr Dieter Schneider gerade hinein manövriert ist nur noch zu erfassen, wenn man einen Schritt zur Seite tritt, um das ganze zu erfassen.
    In unzähligen Diskusionen – von Herrn Schneider schnell unter die/der Gürtellinie geführt(da helfen auch nicht seine eingestreuten lateinischen Wörtchen)- macht er sich keinen ernsthaften Gedanken über die Kritik und die große Anzahl seiner Kritiker.
    Auch die fachliche Quälität der Kritiker nimmt er nicht wahr: Einen Spezialisten im Umgang mit dem geschriebenen Wort(Herr Barwasser)unterstellt er öffentlich einfach Spießigkeit. Einen Herrn Schlier glaubt Herr Schneider erklären zu müssen, was Würzburg verdient hat(gestern auf mainpost.de)

    Herr Schneider kämpft bis heute verkrampft an unzähligen Fronten. Und die überwiegend negative Resonanz, die er einfach als „gewollte Anregung zur Diskussion“ verkaufen wollte, richtet sich immer mehr gegen seine Person.

    Ist für ihn zu hoffen, dass er wenigstens e i n e n wirklichen Freund oder Berater hat, der ihm hilft über seinen Schatten zu steigen und den „großen Gegenwind“ der letzten Monate als das zu identifizieren, was es ist: Eine öffentliche Ablehung seiner Arbeit in diesem einem Fall. Nicht mehr und nicht weniger.

  38. Meine Erfahrung hat mich gelehrt in Blogs nur die ersten vier oder fünf Kommentare zu lesen. Danach beginnt es regelmäßig und im Verlauf immer heftiger, persönlich zu werden. Würden das Mensche auch tun wenn Sie sich gegenüberstehen?

    Mir gefällt der Claim auch nicht. Auch die ursprünglich damit verbundene Kampagne finde ich nicht optimal. Nun verfolge ich die Diskussion darum schon seit einer Weile. Aber außer polemisierenden Anfeindungen und persönlichen Beleidigungen habe ich nur wenig fachliche Kritik feststellen können.

    Wichtig für die Beurteilung wäre – auch für die Nicht-Fachleute – zu wissen, welche Positionierung zugrunde liegt und welches Ziel verfolgt werden soll. Aufmerksamkeitsstark ist der Claim im Heimatland auf alle Fälle. Sogar ein großer Aufreger. Ob er am Ende auch außerhalb von Würzburg positiv auf das Image von Würzburg einzahlt, hängt auch mit einhergehenden Kampagne zusammen. Vielmehr hängt es jedoch auch mit dem vorfindbaren Nutzen zusammen. Was m a c h t Würzburg. Was unternehmen Politik und Einwohner um ihre Stadt auch in Zukunft für Tourismus, Gewerbe und Zuzieher attraktiv zu halten.

    Hier würde ich die Kritik am Claim ansetzen. Er ist zu wenig ein Aufruf zum Mitmachen. Stattdessen beschreibt er einen Zustand, der zu großen Teilen (zumindest lt. Kampagne) aus der Vergangenheit herrührt.

    In Würzburg Marketing und Kommunikation zu machen ist kein leichtes Geschäft. Stadtmarketing zu machen noch viel schwerer. Soweit ich weiß, haben Herr Schneider und sein Team mit der Würzburg AG initiativ gehandelt. Und untentgeltlich. Respekt vor so viel Mut und Engagement in der Stadt etwas bewegen zu wollen! Vielleicht sollte der ein oder andere Polemisierer dieser Leistung erst einmal Respekt zollen. Wenn man darüber hinaus noch in der Lage ist, einen konstruktiven Beitrag zu leisten noch viel besser. Ansonsten sollte man auch einfach mal die Klappe halten.

    1. vor langer Zeit war die Kritik nur mit dem Slogan beschäftigt. Dann wollte der Erfinder das nicht und wurde zunehmend persönlicher. Wie im übrigen auch die bleibende Kritik. Fazit: initiativ-Bewerbungen sind immer Vorleistungen, wenn man dann den Job bekommt, will jeder Lohn! Soviel zum unentgeldlichen Teil! Wer dann Kritik nicht verträgt..nun davon hatten wir schon genug

    2. „Mut und Engagement“ ist bei Aktionen gefragt, wie sie z.B. „Ärzte ohne Grenzen“ tagtäglich meistern müssen. Bei dieser Sache war lediglich Professionalität gefragt.

      Und zu glauben, die Initiatoren hätten bei dieser Sache keine wirtschaftlichen Vorteile ist blauäugig!

      Zu guter Letzt anderen Menschen den Mund(und Meinung) verbieten wollen („…Klappe halten“)geht gar nicht!

      1. Ja, klar sind „Mut und Engagement“ bei „Ärzte ohne Grenzen“ gefragt. Aber ich kann diese Attribute doch nicht nur auf hehre Ziele und Akte der Menschlichkeit anwenden. Auch in der Kommunikation braucht es beides.

        Es scheint es als wäre die Initiative unbezahlt. Das zumindest entnehme ich sämtlichen Kommentaren. Von welchen wirtschaftlichen Vorteilen wissen Sie denn konkret? Oder vermuten oder meinen Sie das nur?

        Das mit dem Klappe halten bezieht sich genau darauf, das in der ganzen Sache wenig konstruktiv diskutiert wird sondern immer neue Meinungen um das Thema herum geäußert werden. Was zum Beispiel ist denn Ihre fachliche Meinung zum Claim oder wie begründen sich Ihre Resentiments dagegen. Das fände ich in der Diskussion viel wichtiger. Nur auf Basis solcher Daten lässt sich eine vernünftige, interessante Kampagne entwickeln.

        Wie gesagt, ich bin kein Freund der präsentierten Ergebnisse. Dennoch vermisse ich eine konstruktive Auseinandersetzung damit. Polemik als Diskussionsmittel ist durchaus effektiv solange darauf auch nachvollziehbare Kritik folgt.

      2. Das sie meine fachliche Kritik am Slogan nicht kennen, liegt wahrscheinlich daran, dass Sie, wie sie in Ihrem ersten Beitrag selber zugeben, sich angewöhnt haben: „…nur die ersten vier oder fünf Kommentare zu lesen.“ Was Sie eigentlich aus jeder Diskussion ausschließt!

        Aber hier in Kurzversion: Provinz ist ein Negativ-Begriff. Weltniveau ist eigentlicher ein unselbstständiger und sinnloser Begriff, der im spontanen Verständis und als Gegenpol in diesem Slogan, Arroganz ausstrahlt. In einem Atemzug(drei Worten) Minderwertigkeitskomplex und Überheblichkeit zu kombinieren hilft sicher nicht das Intresse an unserer beschaulichen Stadt (mit seiner hohen Lebensqualität) zu steigern!
        Und betrachtet man die überregionale und fast ausschließlich negative Resonanz, aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und Altersgruppen, ist das Ziel eben verfehlt.
        Jetzt hätte es professionelle Größe verlangt, den Fehler einzusehen und neu anzusetzen. Aber nein – die Sache muss anscheinend unbedingt durchgedrückt werden. Und jetzt raten Sie mal warum? …dann kommen Sie vielleicht auch selber auf die Anwort Ihrer noch offenen Frage, über den wirtschaftlichen Nutzen.

      3. Danke für das Update. Ja, zugegebenermaßen eine schlechte Angewohnheit nicht mehr alle Threads bis zu Ende zu lesen…

        Wie gesagt, ich bin selbst kein Freund des Claims und der gezeigten Beispiele der Kampagne. Schon die Begründung von Hr. Schneider im buenalog finde ich passt auch auch Regensburg, Hof, Nürnberg, Münster oder sogar Dresden. Man muss nur jeweils „unterfränkisch“ ersetzen.

        „In kaum einer Stadt der Welt findet man die Kombination
        von Wissen, Kultur und Gesundheit auf so kleinem Raum
        verdichtet wie in Würzburg! Dies vermischt mit der gegebenen unterfränkischen Provinzialität führt zu einem hohen Maß an Lebensqualität für die Bewohner und zu einer starken Anziehungskraft, z. B. bei Touristen.“

        Das Konzept ist einfach nicht spitz genug. „Wir können alles. Außer Hochdeutsch“, zeigt aber das es mit Mut und einer klaren Idee funktionieren kann.

        Trotzdem, finde ich die Initiative gut und ich finde es ebenfalls legitim wenn sich damit im Anschluss wirtschaftliche Interessen verbinden. Hier wurde aber konkret von wirtschaftlichen Vorteilen gesprochen, die mir bisher nur nicht bekannt sind.

        Was bleibt ist, dass Würzburg sich beschäftigt plötzlich mit sich selbst beschäftigt. Unter den Bürgern der Stadt ist eine riesige Diskussion über das Selbstbild entbrannt. Selbst der Stadtrat befasst sich mit dem Thema. Dass dies erreicht wurde, finde ich schon einen wichtigen Schritt.

        Deswegen, bei aller Kritik an der Art und Weise wie die Diskussion geführt wird und bei allen Fehler die in der Argumentation gemacht werden, finde ich hier wurde eine erste Etappe erreicht.

        Aus meiner Sicht sollte die momentane Begeisterung und Leidenschaft genutzt werden. Die Menschen in Würzburg sollten eingebunden und befragt werden. Denn nie mehr erhält man solch reflektierte Antworten wie im Augenblick! Aus diesen wertvollen Einblicken ließe sich ein neues, tragfähiges Konzept entwickeln.

        Den Neuansatz hat es im übrigen gegeben. Auf jovoto.com – eine Plattform auf der Ideen für Kreative ausgeschrieben werden –  wurde ein Wettbewerb initiiert. In der Aufgabenstellung hieß es dort ausdrücklich „Der Slogan „Würzburg: Die Provinz auf Weltniveau.“ ist nicht fix und für Veränderungen und Verbesserungsvorschläge offen“

        Es wurde insgesamt ein Preisgeld von 5.000,- EUR ausgelobt. Das Ergebnis. Eine nette grafische Kampagne und der Slogan „Worldwide Würzburg“.

        Momenta scheint es daher so, als habe man die Wahl zwischen Pest und Cholera.

      4. Absolut richtig: Genial: „Wir können alles. Außer Hochdeutsch“. Wird schwer, etwas in der selben „Gewichtsklasse“ zu entwickeln!

        Auch ich freue mich, wenn sich alte Weisheiten immer wieder bewahrheiten, das z.B. mit allem Schlechten auch immer etwas Gutes einhergeht. Wie in diesem Fall die gesteigerte Aufmerksamkeit an Würzburg. Leider handelt es sich bei Negativ-Werbung meist um Strohfeuer, die zudem in Ihrer Nachhaltigkeit eben negativ haften bleiben.

        Ginge es nach mir, würde ich der bestehenden(eigentlich guten) Kapagne einfach ein neues Gesicht – ein emotionales Image verpassen. So etwas wie „Liebst Du Würzburg?“(„Lieben Sie Würzburg?“) und die bestehenden Präsentationen jeweils mit einem damit verbunden Menschen(Würzburger)schmücken, der die Frage für den Betrachter bejat: „…Ich schon, den meine Würzburger Firma entwickelt Technologien…etc.“.

        So entfällt der „Eigenlob“. Interesse wird geweckt, denn um die Frage für sich selbst zu beantworten, müsste man Würzburg kennenlernen.

        Bleibt zu hoffen, dass zumindest der dadruch erfolgte Anschub irgendwann zu einem positiven Werbefeldzug für Würzburg führt!

        Und Ihrem Vergleich von „Pest und Cholera“ stimme ich zu 🙂

  39. Ein Weinfass fiel von der Autobahn
    dann haben’s einige provinzmäßig aufgemacht,
    und seitdem sprudelt der Wahnsinn
    mit Niveaulosigkeit auf uns Weltbürger

    (tschuldigung) Würzburger ein

  40. Irgendwie hat da wohl jemand einen Hänger mit ‚Würzburg – Provinz auf Weltniveau‘ und twittert unbekümmert weiter ‚Berlin: Weltstadt auf Provinzniveau‘, schade das Berlin schon vergeben ist. Wowi würde bestimmt aufgeschlossen sein …

    1. „Berlin: Weltstadt auf Provinzniveau“ finde ich wiederum ganz gut, weil es eher eine Untertreibung ist und auf eine in Berlin hier und da im guten Sinne anzutreffende Stimmung anspielt. Allerdings finde ich auch hier den Begriff „Niveau“ für problematisch. Netter wäre: „Berlin: Weltstadt mit Provinzcharakter“. Vielleicht kann Herr Schneider und Team den Spruch doch noch kapitalisieren – in Berlin!

      1. Nur zu, ab nach Berlin, Hauptsache wir werden hier in Würzburg nicht mehr mit diesem Stuss genervt. Morgen oder übermorgen wird dann die Mainpost wieder eine Geschichte mit der blödsinnigen Umfrage machen, die seit Freitag munter manipuliert wird.

      2. Harhar! „Frau Kriede“ oder wie sie alle heißen, haben wohl echt nix besseres zu tun…

        Ich hoffe, dass Wowi den Slogan möglichst schnell absegnet – dann ist er endlich vom Tisch. Zu Berlin passt der Spruch tatsächlich! Und Würzburg ist nunmal nicht Berlin. Und das ist auch gut so!!

      3. Da wurden wohl kleine Programme bemüht, die auch 17-jährige in kurzer Zeit und mit wenig Aufwand erstellen können. Wer es braucht. Unsere MP wird schon drüber schreiben.

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