Jürgen Klinsmann bleibt auch beim FC Bayern seiner Linie treu, sich gerne mal noch unbeliebter richtig unbeliebt zu machen. Sympathien sammelt der Bäcker aus Göppingen mit dieser Aktion sicher nicht: Mit seinem Amtsantritt dürfen die zahlreichen Fans, die sich vor allem in den Sommerferien am Trainingsgelände in der Säbener Straße einfinden, nicht mehr beim Training zuschauen und werden sprichwörtlich ausgesperrt.
Bilder wie dieses hier gehören dann der Vergangenheit an, wenn die Stars nach Trainingsende noch fleißig Autogramme schreiben:

Selbst die Vereinsgaststätte Insider, von wo man einen tollen Blick auf die Trainingsplätze hat, wird geschlossen. Dort sollen Ruheräume für die Spieler entstehen. Wenn Kalle Rummenigge diese Maßnahme rechtfertigt, Klinsmann wolle eben alles professionalisieren, bin ich doch erschrocken, dass die Bayern bisher solche Amateure waren, dass sie ihren Fans das Zuschauen erlaubt haben. Nicht-öffentliche Trainingseinheiten gab es bisher auch schon, die Fans ganz auszuschließen, ist eine Sauerei. Der Fanshop wird sicher auch während des Trainings geöffnet sein.
Dass als Ersatz öffentliche Trainingseinheiten in der Allianz-Arena abgehalten werden sollen, halte ich, gelinde gesagt, für einen Witz. Man kann auch alles übertreiben. Gerade die Kleineren, aber auch die, die nicht so einfach an Karten herankommen, haben einen Abstecher zur Säbener gerne genutzt, mit den Stars auch mal auf Tuchfühlung zu gehen. Und das Trikot aus dem Fanshop bekommt man jetzt auch nicht mehr so einfach signiert.
Ihr mit eurer scheiß Stimmung…
P.S.: Die Polo-Hemden aus dem Fanshop haben bei optimaler Betonung der Körperkonturen sehr gute Stretch-Fähigkeiten, wie man auf dem Bild sehen kann.
Nachtrag: Scheinbar ist der Ausschluss der Fans doch noch nicht beschlossene Sache. War der Protest zu laut? In der Sport-Bild hat sich das nämlich alles so angehört, als sei der Fan beim Training eben nicht mehr erwünscht.
algore Antwort vom[26. März 2008, 12:30]:
Da soll noch einer behaupten, Fans würden beim FCB nicht mehr und mehr zu “Kunden” degradiert. Wer was im Fanshop kauft und die Merchandise-Abteilung glücklich macht, ist ein guter Fan, wer wie ich nur Fußball erleben will, ist von gestern.
Da lobe ich mir den WFV am nächsten Dienstag!
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