Heute ist nicht nur Halloween, wie all die Kürbisse, Hexenköpfe und sonstigen Gruselartikel vermitteln, weil sie unbedingt gekauft werden wollen, um dem Käufer das Gefühl zu vermitteln, er gehört dazu, weil er jeden Trend mitmacht. Es ist jetzt halt so, seit einigen Jahren müssen sich die Kinder auch bei uns verkleiden und durch die Straßen ziehen, warum, das weiß so richtig niemand, ich auch nicht. Ein einheimischer Brauch ist es nicht und wird es auch nie sein, er ist halt wie so oft über den großen Teich gekommen und willenlos übernommen worden, weil sich gutes Geld damit verdienen lässt. Halloween war mir jahrelang nur ein Begriff, weil ich es aus dem Kino kannte. Michael Myers wütete in recht blutigen Horrorfilmen und machte Jason Vorhees und Freddy Krueger Konkurrenz, der kleine Phillip durfte als Geisel von Kevin Costner erstmals Halloween spielen, da er das als Zeuge Jehovas sonst nicht durfte.
Dabei ist heute doch Reformationstag, der in mehreren deutschen Bundesländern sogar gesetzlicher Feiertag ist. 490 Jahre sind Luthers 95 Thesen jetzt alt, ob er sie tatsächlich an die Schlosskirche genagelt hat, ist inzwischen eher umstritten, seinem kirchlichen Vorgesetzten hat er sie auf jeden Fall zukommen lassen. Das alles geht völlig unter und findet im ganzen Konsum-Wahn um Kürbismasken und Hexenkostüme kaum noch Beachtung, dabei ist das ein bedeutender Tag im Blick auf unsere deutsche und auf die christliche Geschichte. Dass morgen Allerheiligen und einer der sogenannten stillen Feiertage ist, berührt auch immer weniger Menschen und weil ja die Halloween-Partys gefeiert werden wollen, wird da auch das Tanzverbot schon mal gelockert, wie es jetzt in Nürnberg geschehen ist. Dagegen ist unser neuer bayerischer Innenminister Joachim Herrmann vorgegangen, zu Recht, was nicht bei allen auf Zustimmung stößt. Es muss nicht jede christliche Tradition aufgeweicht werden, wenn im Gegenzug auf den Ramadan und andere nicht-einheimische Gepflogenheiten Rücksicht genommen wird. Den Feiertag nimmt nämlich selbst der überzeugteste Atheist gerne mit, auch wenn diesem egal ist, warum Feiertag ist. Es gibt noch genügend Menschen, denen diese Tage etwas bedeuten und ich stehe als Taditionalist auch nicht allein da.
Ich brauche weder Halloween, noch den Valentinstag, noch irgendein X-Mas, das in dieser Schreibweise auch zum Event der Spaß- und Konsumgesellschaft wird. Feste für echte Laffos halt.
algore Antwort vom[31. Oktober 2007, 16:07]:
Was ist schon eine Halloween-Party gegen ein Pokalspiel des FC Bayern München? Die sind nur ganz selten zum Gruseln!
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