|
Der Brandner Kasper und das ewig Leben |
Donnerstag, 29. Juli 2010, 16:42 Uhr unter Kultur, Uni / Schule, Würzburcher im Exil. Von: Alex [ Kommentare: 2 ]
|
|
Gestern war ich mit meiner achten Klasse bei den Freilicht-Festspielen auf der Luisenburg in Wunsiedel, wo wir uns das Schauspiel Der Brandner Kasper und das ewig Leben angeschaut haben, das in diesem Jahr wegen des großen Erfolges im letzten Jahr wiederaufgeführt wurde. Toll, wirklich toll. Die Aufführung hat mir sehr gut gefallen, die Geschichte ist sowieso toll und die Schauspieler waren großartig, allen voran Intendant Michael Lerchenberg, der den Boandlkramer (den Tod) spielte.

Nach der Vorstellung wurde ein Publikumsgespräch angeboten, bei dem die Schauspieler inklusive Intendant den Fragen Rede und Antwort standen. Sehr empfehlenswert, die Kulisse ist wunderbar.
|
|
Gepäck-Checkliste für eine Transalp |
Donnerstag, 29. Juli 2010, 14:37 Uhr unter Sport. Von: Alex [ Kommentare: 1 ]
|
|
Die letzte Exkursion gestern zu den Festspielen auf der Luisenburg und der Wandertag heute liegen hinter mir, morgen ist der letzte Schultag und dann sind Ferien. Wie im letzten Jahr fahre ich mit A. über die Alpen, allerdings starten wir dieses Mal nicht in Garmisch, um auf der Via Claudia Augusta zum Gardasee zu fahren, sondern wir beginnen unsere Tour in der Nähe von Mittenwald, durchqueren die österreichischen Alpen durchs Alpbachtal, die Kitzbüheler Alpen und die Hohen Tauern, um in den Dolomiten, in Sexten zu landen, wo wir noch ein paar Tagestouren rund um die Sextener Sonnenuhr und die Drei Zinnen dranhängen. Kleiner Tipp, man sollte rechtzeitig sein Hotel buchen, Anfang August ist bei denen Hochsaison, weil die Italiener inzwischen sehr gerne Urlaub im Hochpustertal machen. Wenn alles gut läuft, bekomme ich morgen noch mein neues Mountain-Bike, das Speedfox SF03 von BMC, ansonsten wird mich mein Scott CFX-200 über die Alpen tragen.
Wie im letzten Jahr haben wir auch dieses Mal kein Begleitfahrzeug, wir müssen also alles auf dem Rücken mitnehmen, was wir auf den fünf Tagesetappen und anschließend in Sexten brauchen. Es ist gar nicht so einfach, an alles zu denken, die Checkliste vom letzten Jahr habe ich nicht mehr und weil ich das sicher nicht zum letzten Mal machen werde, schreibe ich meine persönliche Checkliste jetzt in meinen Blog, dann haben auch andere was davon, die uns nacheifern wollen… Alles muss in meinen Deuter Transalp 25 passen, wenn ich mir wieder einen Radrucksack kaufe, empfehle ich den Transalp 30, die fünf Liter mehr machen sehr viel aus.
Werkzeug und Zubehör:
- Ersatzschlauch und Flickzeug
- Pumpe, Patronen
- Reifenheber
- Kettenschloss
- ein Satz Bremsbeläge (für Scheibenbremsen)
- Multitool, Letherman
- Einweghandschuhe (oder ölige Hände…)
- Trinksystem (so viele Flaschen könnte ich gar nicht mitnehmen, wie ich Flüssigkeit brauche)
- Trinkflasche
Kleidung:
- Radhelm (Wie beim Skifahren gilt: Wer Hirn hat, schützt es!)
- zwei Radhosen kurz
- zwei Radtrikots kurz
- ein Radtrikot lang
- Armlinge und Beinlinge
- Windweste
- Regenhose + Regenjacke (von Goretex gibt es da ganz tolle Jacken, die fast keinen Platz wegnehmen)
- Radhandschuhe
- Buff-Tuch
- Sonnenbrille, Brille
- Plastikbeutel (nicht immer hält die Regenhaut des Rucksacks alles Wasser ab)
- Badehose
- normale Unterwäsche
- zwei Paar Radsocken
- Schlafzeug (T-Shirt + Hose)
- Jogginghose
- T-Shirt
Weiteres:
- iPod touch + Ladekabel
- Handy + Ladekabel
- GPS-Gerät, GPS-Halterung, Batterien
- Digicam, Ladekabel, Ersatzakku
- Geldbeutel (Personalausweis, Kreditkarte, EC-Karte, Führerschein)
- Schreibzeug
- Aspirin, Beta-Isodona (Desinfektionsmittel), Magnesium-Tabletten
- Erste-Hilfe-Päckchen
- Powerbars
- Duschgel, Zahnbürste, Zahnpasta, Mikrofaser-Handtuch (sehr praktisch, sehr handlich), Deoroller
- Waschmittel (auf Eignung für Funktionskleidung achten)
- Badelatschen (andere Schuhe schicken wir uns wahrscheinlich mit der Post nach Sexten)
- ganz wichtig: Sonnencreme (LSF mindestens 15, 50 brennt in den Augen wie Sau) und Labello mit LSF
- Tempotaschentücher
- Karten
Viel Geschick beim Packen… Immer vorher überlegen, ob man es während der Fahrt rausholen kann, ohne alles auszuleeren. Die Transalp-Rucksäcke haben z.B. auch ein Zusatzfach, in das die Regenkleidung gut reinpasst. Eine andere Checkliste, die ich eben entdeckt habe, findet man hier, wie das Zeug aber alles in einen Rucksack passen soll, ist mir schleierhaft. Aftershave… Pfff.
|
|
Abschiedsvorlesung von Prof. Seidl |
Mittwoch, 21. Juli 2010, 0:09 Uhr unter Fußball, Uni / Schule. Von: Hank [ Kommentare: keine ]
|
|
Der Hörsaal 127 in der Neuen Uni am Sanderring platzte heute fast aus allen Nähten. Anlass war die Abschiedsvorlesung von Professor Theodor Seidl, der seit 1991 den Lehrstuhl für Altes Testament und biblisch-orientalische Sprachen leitete. Gekommen waren Wegbegleiter, Kollegen, Assistenten, Bischof Friedhelm Hofmann und Alt-Bischof Paul-Werner Scheele, Studierende sowie viele, die Seidl während ihres Studiums oder der Dissertation begleitet hat. Auch wenn ich von Prof. Seidl aufgrund meines Studienganges nicht mal annähernd so viel lernen durfte wie mein Bruder Alex, war es mir doch ein Bedürfnis, heute dabei zu sein. Schließlich saß ich zwei Jahre wie ein Wachhund vor seiner Tür, während ich die Bibliothek beaufsichtigen durfte, wodurch unsere Gesprächsthemen auch so gut wie nie fachlicher Natur waren. Da ich stets am Montag Vormittag in der Bibliothek wachte, kam es auch öfters vor, dass es eine kurze Analyse des vergangenen Bundesliga-Spieltages gab. Professor Seidl ist nämlich begeisterter Fußballer als Spieler mit den Studenten und als Fan vom TSV 1860 München. Aufgrund seiner Sympathien für die 60er hatte er natürlich in den letzten Jahren nicht so viel zu lachen. Der Fußball kam auch in der Abschiedsvorlesung nicht zu kurz, jedoch erst verstärkt in der zweiten Hälfte, denn das Thema hieß offiziell Hirtenidyll und Gottklage. Zur Psalmenanthologie in Leonard Bernsteins Komposition ‘Chichester Psalms‘ (1965), wo er sich nochmal exegetisch austoben konnte; die entsprechenden Hörbeispiele wurden fachmännisch eingespielt. Die anschließenden Würdigungen waren es dann, wo der Fußball im Mittelpunkt stand. Seidls Assistentin Dr. Stephanie Ernst präsentierte den Fußball-Kult und die Fachschaft zeigte noch einen kurzen Film mit Videobotschaften (Theo-Mails), zwischen denen sogar der Professor beim Fußball spielen zu sehen war. Ich hoffe, ihm bleibt im Ruhestand noch mehr Zeit, um sich seinem Lieblingshobby zu widmen.
|
|
Kiliani vs. Mark Knopfler |
Sonntag, 18. Juli 2010, 23:33 Uhr unter Kultur, Würzburg. Von: Hank [ Kommentare: keine ]
|
|
Vor rund einer halben Stunde kamen die letzten Töne vom Kiliani-Abschlussfeuerwerk herüber ins Frauenland. Dass sich meine Kiliani-Besuche auf das letzte Wochenende beschränkt haben, lag ja nicht nur an der Fußball-Weltmeisterschaft, sondern auch an meinem kurzfristig eingelegten Oberbayern-Aufenthalt.
Ein Höhepunkt war für mich der Fünfer-Looping, der in den letzten zwanzig Jahren vielleicht gerade dreimal in Würzburg gastiert hat. Vom Festbier war ich dagegen eher enttäuscht, das hat mir nämlich sonst besser geschmeckt. Als ich zum Abschluss noch beim Stadlwirt das Tucher-Festbier probieren wollte, bekam ich ein Radler serviert, das ich aufgrund der wenigen Zeit nicht mehr eintauschen konnte.
Den längeren Festbetrieb aufgrund des Mark-Knopfler-Konzerts an der Festung hab ich auch nicht ausgenutzt, weil die Busfahrer anscheinend keine Überstunden einlegen wollten. Mehr gibt es auch nicht zu sagen, aber somit kann ich noch ein paar Bilder einbauen.
|
|
Moorhuhnjagd 1.0 |
Sonntag, 18. Juli 2010, 22:55 Uhr unter Allgemein. Von: Alex [ Kommentare: 3 ]
|
|
Großartig, oder?

In Plzen (CZ) haben wir A.s Junggesellenabschied gefeiert, heute Nachmittag haben wir dort noch über zwei Stunden Paintball gespielt. Macht brutal Spaß!
|
|
Auch den Goethe habe ich gefunden |
Dienstag, 13. Juli 2010, 21:52 Uhr unter Sport, Würzburcher im Exil. Von: Alex [ Kommentare: keine ]
|
|
Noch am Samstag habe ich spöttisch gemeint, nach Goethe müsste ich irgendwo im Wald suchen, aber schon am Ortsende von Neuhausen (so heißt der kleine Ort, der zu Rehau gehört), wo ich die Schillerstraße fotografiert habe, bin ich auf den alten Goethe getroffen, der dort ein paar Mal in einem Wirtshaus Halt gemacht hat, als er auf dem Weg zu den Heilbädern Böhmens war.

Allerdings ist der Glanz dieses Gasthauses auch schon länger verblasst…

Ansonsten habe ich heute bei meinem Radtraining gemerkt, dass mich mehr und mehr das Radfieber packt, was ich sehr gut finde, schließlich geht es schon bald wieder über die Alpen. Ein paar Bilder vom Fichtelgebirge im Sonnenuntergang.
|
|
Einkaufssprache |
Dienstag, 13. Juli 2010, 17:07 Uhr unter Alltag, Lästereien. Von: Alex [ Kommentare: 6 ]
|
|
Beim Bäcker, beim Metzger, in der Wirtschaft, ganz egal, wo Menschen etwas bestellen, die sprachlichen Gewohnheiten vieler Mitbürger ändern sich schlagartig, wenn sie entweder etwas wollen oder wenn sie darauf aufmerksam machen wollen, dass sie etwas bekommen. Da ruft dann plötzlich jemand unvermittelt “Ich bin des Schnitzel”, obwohl er weder paniert noch gebraten ist, oder wahlweise “Des Bier bin ich!”, falls es sich um das bestellte Bier handelt, das an den Platz gebracht wird, dessen Zielperson aber nicht mehr bestimmt werden kann und mit der Frage “Wer bekommt denn das Bier?” gesucht wird. Hier ist aber auch die Frage “Wer hat denn das Bier bekommen?” völlig falsch, weil das Bier ja noch nicht seine Zielperson erreicht hat. Sehr beliebt an der Wurst, Käse- oder Bäckertheke ist die Verwendung des Konjunktivs. Schon bei der Frage der Fleischereifachangestellten (oder der Aushilfe auf 400€-Basis), wer denn der nächste ist, antworten viele “Des wär dann ich!”, weshalb ich schon öfters in Versuchung war, “ICH bin der nächste!” zu rufen, weil die anderen nur die Möglichkeit in Betracht ziehen, sie könnten die nächsten in der Reihe sein. Auf die weitere Standardfrage “Haben sie sonst noch einen Wunsch?” antworten viele sehr gerne mit “Des wär dann alles.” Ist es wirklich alles oder überlegen die dann noch, ob doch noch etwas dazukommt.
Der Ausruf “Ich würde dann zahlen.” ist ebenfalls missverständlich, schließlich muss man ja immer zahlen. Meistens zumindest. Schon eigenartig, diese Metzgereifachsprache.
|
|
Wertschätzung der deutschen Klassik |
Samstag, 10. Juli 2010, 12:45 Uhr unter Lästereien, Würzburcher im Exil. Von: Alex [ Kommentare: 3 ]
|
|
Das nennt man Wertschätzung deutscher Literatur…

Habe ich gerade auf meiner – wetterbedingt – sehr kurzen Rennradrunde bei Rehau gesehen. Beim nächsten Mal werde ich die Goethestraße suchen. Irgendwo im Wald.
|
|
Venganza por Viena 2008 |
Dienstag, 6. Juli 2010, 16:48 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 1 ]
|
|
Ich will doch schwer hoffen, dass sich die deutsche Nationalmannschaft für das verlorene EM-Endspiel 2008 morgen revanchiert. Eine harte Nuss sind die Spanier, aber unsere Elf ist besser als vor zwei Jahren.

Quelle: Internet
Ich bin schwer gespannt, wer morgen das Halbfinale gewinnt, schließlich kann man mit Orangen auch sehr schmerzhaft um sich werfen. Druckentsaften nennt sich das dann.
Mehr als überflüssig finde ich die Diskussion um das Kapitänsamt, die Philipp Lahm mit seinem Interview angestoßen hat. Etwas unwürdig, so mit einem verdienten Nationalspieler umzugehen, über dessen Ausfall noch vor ein paar Wochen alle tief bestürzt waren.
|
|
4-0! Ich glaub’s immer noch net! |
Sonntag, 4. Juli 2010, 9:51 Uhr unter Fußball, NM / International. Von: Alex [ Kommentare: 1 ]
|
|
Argentinien war vor dem Turnier mein Favorit, während des Turniers haben sie auch überzeugt und gestern? Gestern fegt unsere Nationalmannschaft Argentinien vom Platz, als gäbe es nach dem 4-1 gegen die Engländer nichts Einfacheres. Argentinien wurde zerlegt, gedemütigt. Wie die harmonieren, wie die Fußball spielen. Irre! Der Müller spielt Traumpässe, sogar im Sitzen, und schießt Tore, der Schweinsteiger ist ein überragender Sechser. Jetzt gibt es die Neuauflage des EM-Finales von 2008, ich freue mich aufs Halbfinale und bin völlig begeistert. Eigentlich sollte man Louis van Gaal das Bundesverdienstkreuz für seine Verdienste um die deutsche Nationalmannschaft verliehen.

Nach dem Spiel sind wir dann gleich in die Sanderstraße. Das war auch sehr geil.

|
|
Fünf Jahre blogge ich jetzt |
Donnerstag, 1. Juli 2010, 0:02 Uhr unter Intern / Blogosphäre. Von: Alex [ Kommentare: 8 ]
|
|
Fünf Jahre ist dieser Blog jetzt alt. In fünf Jahren ist eine Menge passiert, nicht nur in meinem Leben, sondern überhaupt. Viel, das ich mit meiner ganz persönlichen Sicht der Dinge kommentieren musste oder wollte. Nicht sachlich, nicht immer politisch korrekt, manchmal polemisch oder sehr direkt. Die zweite Fußball-WM schon, das zweite Panini-Album, das mir mein Blog füllen geholfen hat. Schon vier Jahre lang blogge ich mit Wordpress und in diesen fünf Jahren bin ich auch zum Podcaster geworden, die Würzmischung ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich finde es selbst schade, dass wir momentan so unregelmäßig zum Mischen kommen. Die Corso-Sneak, über die ich den ersten Blogeintrag geschrieben habe, gibt es nicht mehr, ich bin kein Student mehr, kein Referendar mehr, sondern fertiger Lehrer. In Würzburg tut sich viel, aber auch nicht viel, wir haben einen IKEA bekommen, kein Einkaufszentrum und auch keinen Stadtslogan, für den sich zum Glück nur wenige begeistern konnten. Mein Bruder hat den Blog mit seinem Reisetagebuch aus Peru als Zweitautor sinnvoll genutzt und ich freue mich, dass ich auch nach fünf Jahren mit meinem Senf unterhalten kann. Seit Februar hat mein Blog einen neuen Namen und heißt nicht mehr liveh8.de, sondern wuerzburcher.de. Eine deutlich persönlichere Note, mit der ich sehr zufrieden bin.
Knapp 350.000 Besucher hatte ich in den fünf Jahren, im letzten Jahr waren es laut Blogcounter knapp 80.000, das sind etwa 230 Besucher am Tag. Über 600.000 Seitenaufrufe darf ich zählen und die Besucher, die zufällig über Google hier gelandet sind, haben abgenommen. Das stört mich auch gar nicht. Stolze 3982 Blogeinträge (+285) wurden in den letzten fünf Jahren veröffentlicht und 16.066-mal (+1309) kommentiert. Dabei sind 3897 Artikel von mir (+225) und 86 von Hank (+60). Eine Facebook-Fanseite hat dieser Blog auch seit einiger Zeit, über ein paar Fans freue ich mich natürlich auch da. Am meisten freue ich mich über die vielen netten Menschen, die ich in den fünf Jahren durchs Bloggen persönlich kennen gelernt habe.
Mein Dank geht wie jedes Jahr an A., der meinen Blog technisch hegt und pflegt.
|
|
Brüste sorgen für Entbrüstung |
Mittwoch, 30. Juni 2010, 22:35 Uhr unter Lästereien, Würzburg. Von: Alex [ Kommentare: 6 ]
|
|
Und das in Würzburg. Eine 27-jährige Frau aus Baden-Württemberg hat es gewagt, sich auf der Alten Mainbrücke barbusig – ein schönes Wort! – zu sonnen. Entblößte Brüste zwischen den Brückenheiligen. Titten neben Pipin. Entbrüstete Passanten konnten das nicht zulassen und mussten den Brüsten auf der Brüstung ein Ende bereiten, sie waren doch zu brüstkiert ob dieses obszönen Anblicks, während einige brüstige Rentner ihre Freude hatten, weil sich jemand so brustikal nackig in der Öffentlichkeit zeigt.
Mal ehrlich, die feine englische Art ist das sicher nicht, sich in der Öffentlichkeit auf der Alten Mainbrücke oben ohne hinzulegen, aber der humorige Kommentar im Polizeibericht, dass die Brückenheiligen bei diesem Anblick förmlich versteinert waren, zeigt schon irgendwo, was man von dieser Art von Zivilcourage halten kann. Ich käme nie auf die Idee, deswegen die Polizei zu rufen, ich hoffe, der Anrufer ist in anderen Fällen genauso schnell, wenn es darauf ankommt. Bemerkenswerter finde ich aber fast das, was die Main-Post daraus gemacht hat:

Bildschirmfoto: Main-Post
Warum wird die Polizistin mit einen Ausrufezeichen (!) besonders gekennzeichnet? Hier wird die Neutralität eines Berichts aufgegeben, weil für den Verfasser die Tatsache, dass eine Polizistin einem Anti-Titten-Sondereinsatzkommando angehört, offenbar so außergewöhnlich ist, dass er diesem euphorischen Gefühl Ausdruck verleihen muss. Es war NICHT die Polizistin, die sich entblößt hat und es ist davon auszugehen, dass die Dame selbst auch schon Brüste gesehen hat. Die Polizisten können sich mit dieser Story aber auf jeden Fall vor ihren Kollegen brüsten. Eine Anzeige bekommt die junge Dame wegen Erregung (!), also wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses.
Und schon wieder gibt es kein Video vom Blut-und-Scherben-Sensationsfilmer der Main-Post. Der ist doch sonst immer vor Ort, wenn es was zum Glotzen gibt.
|
| « Vorherige Einträge |
|
|